Montag, 28. Mai 2012

Orchideen

Endlich ist es wieder soweit.
Die kurze, aber wunderschöne Zeit der Orchideen steht wieder an. Also Sachen gepackt und ab in die Natur. 
Am ersten Tag (Sonntagmorgen) ging es gemeinsam mit der GDT-Regionalgruppe nach Wolfratshausen in die Isarauen. Hier galt unser Interesse dem Frauenschuh. 
Am Pfingstmontag führte uns die Reise dann nach Königsdorf. Hier im Wald an der Isar findet man auf einem schönen Rundweg eine Vielzahl von Orchideen. An diesem Wochenende haben wir unter anderem das Helm-Knabenkraut, den Frauenschuh und den Fliegen-Ragwurz gefunden.


Aber nun zu den Orchideen:


Der Frauenschuh
Der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) war bereits zwei mal Orchidee des Jahres und zählt wie ich finde zu den schönsten Orchideen in Europa.
Er ist nach Anhang II der FFH-Richtlnie streng geschützt.
Der Gelbe Frauenschuh ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern erreicht. Die sehr große, kräftig gelbe Lippe wird von einem inneren Perigonblatt gebildet und zu einem bauchigen Schuh umgeformt. Er erreicht eine Länge bis ca. 4 cm. Die Blüten des Frauenschuhs zählen zu den Größten unserer Flora und stellen die größten Einzelblüten unter den europäischen Orchideen dar.
Es handelt sich bei dieser Art um eine sogenannte Kesselfallenblume. Angelockt werden potenzielle Bestäuber von der Farbgebung des Perianths als auch vom aprikosenähnlichen Duft der Pflanze. Insekten, besonders Sandbienen der Gattung Andrena und weitere kleine und kräftige Insektenarten, dringen durch das Loch an der Labellumbasis in den Kessel ein oder fallen in den Kessel, dessen glatte und glänzende Wände (mit Ölüberzug) einen Ausstieg verhindern. Der einzige Weg aus der Falle geht über den Geschlechtsapparat (Gynostemium) hinweg und führt über zwei saftige Haartreppen nach draußen. Die Haartreppen sind durch lichtdurchlässige Stellen in der hinteren Pantoffelwand markiert. 
Kessel




Fruchtstand

Der Frauenschuh gilt nach der Roten Liste als gefährdet und ist nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. 
Bevorzugt wächst er vereinzelt in schattigen Laubwäldern (wie etwa Buchenwälder) oder an buschigen Berghängen bis zu Höhenlagen von 2.000 m ü. NN. (Quelle: Wikipedia)



















Das Helm-Knabenkraut


Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Knabenkräuter (Orchis) in der Familie der Orchideengewächse.
Das Helm-Knabenkraut ist ein sommergrüner, ausdauernder, krautiger Knollengeophyt mit zwei eirunden Knollen als Überdauerungsorgan. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern, gelegentlich werden kräftige Exemplare auch bis über 60 Zentimeter hoch.
Der ährige Blütenstand trägt etwa 10 bis 50 Blüten. In der Aufblühphase ist er kegelförmig, während der Hochblüte zylindrisch geformt. Die 9 bis 15 mm langen Blütenhüllblätter des äußeren und die zwei 6 bis 10 mm langen, oberen Blütenhüllblätter des inneren Kreises des Perigon bilden einen Helm, wobei die beiden inneren Blütenblätter kaum zu sehen sind. Das Helm-Knabenkraut bevorzugt sonnige bis leicht beschattete Standorte auf Halbtrocken- und Trockenrasen, Magerwiesen und lichte Kiefernwälder auf trockenen bis mäßig frischen Böden. Sehr selten ist es auch an feuchteren Standorten zu finden in Begleitung der feuchtigkeitsliebenden Knabenkräuter aus der Gattung Dactylorhiza.
Wie alle in Europa vorkommenden Orchideenarten steht auch das Helm Knabenkraut unter strengem Schutz europäischer und nationaler Gesetze. (Quelle: Wikipedia)




Fliegen-Ragwurz
Die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) gehört als Pflanzenart zur Gattung der Ragwurzen (Ophrys) aus der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae).
Sie ist ein zierlicher, ausdauernd und krautig wachsender Knollengeophyt mit zwei unterirdischen, eirunden Knollen als Überdauerungsorgan. Die dünnen, grünlich-gelben Stängel erreichen Wuchshöhen zwischen 15 und 40 cm.
Die Blüten sind „Lippenblumen" vom Orchis-Typ. Nektar fehlt, dafür wird ein „anbohrbares Gewebe“ angeboten. An der Basis der Blüte befinden sich glänzende Höcker als „Scheinnektarien“, die vermutlich ökologisch unbedeutend sind.
Es handelt sich bei dieser Art um eine typische Insektentäuschblume, oder auch Sexualtäuschblume. Die Blütenblätter täuschen die Form einer Wespe vor und locken mit Aussendung des Sexualhormons, beziehungsweise des Duftstoffs die Männchen von Grabwespen (vor allem Argogorytes mystaceus) an. Diese führen auf der Lippe Begattungsbewegungen aus, wobei die Pollinien übertragen werden. Dieses Verhalten hört nach dem Schlüpfen der Weibchen auf. Die Fernanlockung wird durch Ähnlichkeit der Lippe mit dem Weibchen, die Nahanlockung durch spezifischen Duft und Berührungsreize erreicht.
Verbreitungsgebiete der Fliegen-Ragwurz sind Magerrasen, Trockenrasen, Halbtrockenrasen, lichte Kiefernwälder, selten auch Kalkflachmoore, humusdurchsetzte Schotterbänke von Gebirgsflüssen.
(Quelle: Wikipedia)







Zum Schluss noch ein Maiglöckchen. Zwar keine Orchidee, aber trotzdem schön.


Maiglöckchen


Das Maiglöckchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. 
Zwischen April und Juni entwickeln sich in einem mehr oder weniger einseitswendigen traubigen Blütenstand fünf bis zehn nickende, breitglockige Blüten.
Vorsicht - nicht verwechseln mit dem Bärlauch, da beide etwa zur selben Zeit wachsen, dass Maiglöckchen ist aber extrem giftig.



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