Samstag, 18. Mai 2013

Test des Fotobuchs von Saal Digital

Nach unserem Afrikaurlaub haben wir uns viele Gedanken über die Erstellung eines Fotobuches gemacht. Da kam uns das Angebot von Saal Digital, einen Fotobuch Produktest zu machen, sehr gelegen. Daher möchte ich euch heute etwas über das Fotobuch von Saal Digital erzählen.

Ich möchte schon jetzt darauf hinweisen, dass ich hier nur meine persönliche Meinung darlege. Ich fühle mich in keiner Weise dazu verpflichtet, Saal Digital in einem besonders guten oder schlechten Licht darzustellen.

Aber nun zum Test:
Am Anfang stand für uns die Software, da diese als Grundlage für jedes Fotobuch benötigt wird.
Bei Saal Digital wird diese sowohl für den Mac als auch für Windows kostenlos zum Download angeboten.  Nach kurzer Installation ist diese dann auch problemlos betriebsbereit.
Nach dem Start kommt man direkt zur Produktauswahl, die wie ich finde ganz übersichtlich gestaltet wurde. Leider ist der Button für die eigenen Projekte etwas klein geraten und beim ersten Mal muss man schon etwas genauer hinschauen, um ihn in in der Mitte unten zu finden.



Nach dem man sein gewünschtes Produkt ausgewählt hat oder ein altes Projekt geöffnet hat, kommt man in den Bearbeitungsmodus. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass man bei den Büchern auswählen kann, ob das Cover -unabhängig von den Bildern im Buch- in Matt oder in Hochglanz ausgeführt werden soll. 
Zurück zum Bearbeitungsmodus. Dieser macht einen sehr aufgeräumten Eindruck.


Links findet man eine Dateistrukturansicht, über die man seine Bilder für das Fotobuch einladen kann. Bereits verwendete Fotos werden durch einen grünen Haken markiert, mehrfach benutzte Bilder erhalten zusätzlich eine Zahl am Haken.
In der Mitte  sieht man die Gestaltungsfläche für das Fotobuch. In der Mitte unten sind die Seiten des Buches in einer Miniaturansicht aufgeführt. Rechts finden sich verschiedene vorgefärtigte Layouts zur Anordnung der Bilder auf den einzelne Seiten. Zudem kann man hier die Farben der Seiten anpassen, Cliparts aussuchen, Rahmen einsetzen usw.. Die Möglichkeiten zum individuellen Anpassen sind vielfältig.


Natürlich kann sich auch die Layouts selber zusammen stellen oder Bilder als Hintergrund verwenden. Die Bilder selbst können auch im Programm noch bearbeitet werden. Ist in meinen Augen eine ganz nette Sache aber da ich meine Bilder immer vorher so bearbeite wie ich sie haben möchte benutze ich diese Funktion nie. Sehr angenehm ist, dass von Anfang an kein Logo von Saal Digital eingefügt wird. Denn Werbung will ich in meinem Buch, für das ich Geld bezahle, nicht haben.
Auch kann man sich ein Raster einblenden lassen oder sogar Hilfslinien selber von den Seiten, wie in Photoshop reinziehen. Aber hier sind wir nun leider schon beim ersten Kritikpunkt. Ein Ausrichten der Bilder an Hilfslinien oder Raster durch automatisches Fangen ist leider nicht möglich oder ich habe die Einstellung einfach nicht gefunden. Das erschwert das Ausrichten der Bilder ein wenig. Vor allem, wenn man es sehr genau machen will. Ein automatisches Fangen bietet das Programm jedoch an den anderen auf der Seite vorhandenen Bildrahmen, was bei einer individuellen Gestaltung der Seiten nicht immer hilfreich ist.
Das Übernehmen eines Formates auf alle Seiten hat in der Windows Version nicht funktioniert. Das letzte, was mich an der Software sehr stört, ist, dass man ein Layout immer nur für eine Doppelseite auswählen kann.
Sehr angenehm hingegen ist, dass man während der Bearbeitung des Buches immer wieder Seiten einfügen oder anfügen kann. Dadurch bleibt man sehr flexibel. Der Preis für das Buch wird dabei immer gleich neu berechnet und in der Software unten angezeigt.
Beim Einfügen von Beschriftungen gab es keine Probleme. Sehr hilfreich ist auch, dass es immer eine Warnmeldung gibt wenn man in den Beschnittbereich des Buches kommt. Das eliminiert sofort eine wichtige Fehlerquelle.



Der Bestellvorgang ist am Ende des Erstellen sehr einfach. Bevor das Buch in den Bestellvorgang geht, wird noch eine interne Prüfung gemacht und Fehler wie das genannte Anschneiden von Bildern werden dem Kunden angezeigt. Jetzt hat man die Gelegenheit, diese noch zu korrigieren. Danach wird man durch den übersichtlichen Bestellvorgang geleitet. Am Ende werden die Bilder dann direkt zu Saal Digital hochgeladen. Das geht mit einer DSL-Verbindung recht schnell. Die Bezahlung erfolgt entweder über Rechnung oder über Lastschrift.
Ich habe mein Buch an einem Sonntag zu Saal Digital übermittelt. Bereits am darauffolgenden Dienstag hatte ich das fertige Buch in der Hand.

Das Buch wurde gut verpackt zugesandt. Es war in einer Schaumstoffolie verpackt, in Folie eingeschweißt und die Ecken waren zusätzlich durch Schoner gesichert. Alles in allem war sichergestellt, dass eine Beschädigung durch den Transport ausgeschlossen werden konnte.

Beim ersten Aufklappen war ich positiv wie auch negativ überrascht. Positiv, da die Bilder in einer tollen Qualität auf Echtfotopapier abgedruckt wurden. Negativ, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass auch der Einband auf der Innenseite bedruckt wurde. Das heisst, die erste Seite ist die Rückseite des Covers. Nachdem ich noch mal in die Software geschaut hatte, habe ich zwar gesehen, dass ich dieses Detail einfach übersehen habe und es mein Fehler war, aber einen kleinen Hinweis in der Software hätte ich nicht negativ gefunden. Das Problem, dass ich mit dem Bedrucken der Coverinnenseite habe, ist, dass durch den dicken verklebten Coverrücken es einen Versprung der Seiten auf der ersten Seite gibt, was mir persönlich nicht so gut gefällt.



Man kann jetzt natürlich die ersten beiden und die letzten beiden Seiten einfach unbedruckt lassen, dann zahlt man diese aber dennoch voll. Hier würde ich mir eine Option wünschen, dass man wählen kann, wo der Druck beginnt und endet.
Auf den nächsten Seiten hat mich dann das Ergebnis voll überzeugt. Die Qualität ist super und die Panoramabindung gefällt mir sehr. Es gibt wirklich einen sauberen Übergang ohne Kanten bei Bildern, die über beide Seiten gezogen werden.



Bei allen Fotos kommen die Details sehr gut raus und es gibt auch keine Farbabrisse. Eine Rasterung der Bilder gibt es auch keine, da es sich ja um eine Ausbelichtung auf Fotopapier handelt und nicht um einen Digitaldruck. Die Begrenzung der Seitenzahl auf 100 Seiten kann eventuell für den einen oder anderen zu wenig sein. Aber man kann ja auch zwei Bände machen.





Als Fazit kann ich sagen, das Fotobuch von Saal Digital hat mich von der Qualität und vom Service überzeugt. Die Software ist übersichtlich und selbsterklärend. Das Übermitteln der Daten funktioniert problemlos. Man muss nicht in Vorleistung gehen und kann bequem per Rechnung oder Lastschrift zahlen. Der Versand erfolgt schnell und das Buch ist sehr gut für den Transport verpackt.
Schön wäre es, wenn man die Software noch um ein paar Funktionen erweitert und man die Wahl hätte, die Cover-Innenseiten nicht zu bedrucken, ohne Bildseiten zu verlieren.
Letzendlich freue ich mich aber über das fertige Buch und kann jetzt zusammen mit meinen Freunden den Urlaub genießen, ohne ständig auf einen Bildschirm gucken zu müssen.







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